PAUL ASSMANN (1881-1967)
Erforscher der Geologie Oberschlesiens
                                                                 
         

Inhalt

Lebenslauf

Veröffentlichungen

Unveröffentlichte Gutachten und Berichte

Mehr über Assmann

Ehrensymposium 2007

Kontakt und Suche

                    Porträt Assmann                     Mehr über Assmanns Dienststelle hier:

PREUSSISCHE GEOLOGISCHE LANDESANSTALT
(Geschichte, Statut, Dienstgebäude, Geologen)

         
Ceratites mirabilis aus Gorasdzer Schichten
                               

Foto: BGR Hannover (Archiv)

                    Stand: 13.06.2010          
 

PAUL ASSMANN gilt als der verdienteste Bearbeiter der Trias von Oberschlesien.

Im Rahmen Jahrzehnte langer Arbeiten für die Preussische Geologische Landesanstalt entstanden zahlreiche Karten, Monographien und Gutachten.

Über die Biographie Assmanns war bisher wenig bekannt. Neu aufgefundene Akten konnten diese Lücke schließen.

 

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Lebenslauf

         
    1881   geboren in Dresden
    1900   Reifeprüfung
    1900-1906   Studium in Dresden und Berlin, Abschluss mit Doktor-Arbeit "Über Aspidorhynchus"
    1906-1908   Assistent an der Bergakademie Berlin
    1908-1914   Geologe an der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt Berlin
 
Gebäude PGLA
Assmanns Dienststelle, die Preußische Geologische Landesanstalt,
Berlin, Invalidenstraße 44
 
    1911   erste Eheschließung (Geburt von drei Töchtern zwischen 1912 und 1921)
    1914-1918   Soldat
    1919-1945   Bezirksgeologe an der Preussischen Geologischen Landesanstalt Berlin und ihren Nachfolge-Institutionen (Reichsstelle, später Reichsamt für Bodenforschung)
    1933   zweite Eheschließung
    1945-1950   Abteilungsleiter an der Deutschen Geologischen Landesanstalt in der sowjetischen Besatzungszone in Ost-Berlin
    ab 1950   Ruhestand, zeitweise Arbeit für den West-Berliner Senat auf Honorarbasis
    1967   verstorben in Berlin
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Veröffentlichungen

1. Geologische Karten

Assmann ist Autor oder Mitautor von 29 Geologischen Karten.

Meist handelt es sich um Blätter der Geologisch-agronomischen Landesaufnahme 1:25.000. Schwerpunktgebiete sind Ober- und Niederschlesien und die Umgebung von Magdeburg.

Gemeinsam mit Jüttner veröffentlichte Assmann 1943 die Übersichtskarte des vortertiären Untergrundes im oberschlesischen Triasgebiet 1:100.000.

Als letzte kartographische Arbeit erschien 1957 die Geologische Karte von (West-) Berlin 1:10.000. Hierzu sichtete Assmann 36.000 Schichtenverzeichnisse von Bohrungen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind dokumentiert in:


2. Paläontologische Arbeiten

Bereits in seiner Dissertation befasste sich Assmann mit einem paläontologischem Thema:

Im Zusammenhang mit der geologischen Kartierung, vor allem in Oberschlesien, legte Assmann unfangreiche Sammlungen von Fossil-Fundstücken an und bearbeitete sie wissenschaftlich. Veröffentlichungen hierzu sind u. a.:

Titelblatt Revision

Mollusken

252 der von Assmann beschriebenen paläontologischen Originale werden noch heute in den von der Königlich Preußischen Geologischen Landesanstalt gegründeten Sammlungen aufbewahrt.

Sie sind in Berlin-Spandau bei der  Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Dienstbereich Berlin) beheimatet.

Literaturhinweise:


3. Stratigraphische Arbeiten

In folgenden beiden Veröffentlichungen bearbeitete Assmann die Stratigraphie der oberschlesischen Trias neu.
Sie gelten noch heute als wichtige Standardwerke.

         
  Assmann, P. (1933):

Die Stratigraphie der oberschlesischen Trias.
Teil 1:
Der Buntsandstein
.

Jahrbuch der
Preußischen
Geologischen
Landesanstalt
für 1932, Band 53,
S. 731-757;
Berlin.
Titelblatt Muschelkalk

Assmann, P. (1944):

Die Stratigraphie der oberschlesischen Trias.
Teil 2:
Der Muschelkalk
.

Abhandlungen
des Reichsamtes
für Bodenforschung,
Neue Folge,
Heft 208,
124 S.;
Berlin.

 
   

Titelblatt Teil 2: Der Muschelkalk

   

4. Sonstige Arbeiten

Weitere Veröffentlichungen Assmanns befassen sich mit Problemen der

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Unveröffentlichte Gutachte und Berichte

Darüber hinaus entstanden zahlreiche unveröffentlichte Gutachten, Berichte und Aufsatz-Manuskripte. Sie konzentrieren sich auf folgende Themen:


Die Materialien sind (wie auch zahlreiche Kartenmanuskripte) teils verschollen, teils aber auch noch bei den Geologischen Diensten archiviert:

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Mehr über Assmann

Ein fragmentarischer Lebenslauf mit einer knappen Würdigung der Leistungen Assmanns auf dem Gebiet der Trias-Stratigraphie wurde von W. Lindert (BGR, Dienstbereich Berlin) veröffentlicht in:


Eine ausführliche
Biographie Assmanns ist am 13. April 2001 in der Zeitschrift des Vereins Berlin-Brandenburgische Geologie-Historiker 'Leopold von Buch' erschienen:

Konrad Schuberth:
"Paul Assmann (1881-1967) - Erforscher der Geologie Oberschlesiens"
Geohistorische Blätter, 4. Jahrgang (2001), Heft 1, S. 35-46
(mit 2 Abb. u. 1 Tab.; ISSN 1436-3135).

Sie enthält neben dem Lebenslauf:

  • ein Porträtfoto
  • eine vollständige Bibliographie
  • eine Übersicht der von Assmann bearbeiteten Geologischen Karten 1:25.000 und Erläuterungshefte
  • eine Karte mit den Arbeitsgebieten Assmanns und den unterschiedlichen Bearbeitungsständen der z. T. unveröffentlichten Geologischen Karten 1:25.000. (download Karte: 130 kB)
Titelblatt "Geohistorische Blätter", 1/2001
     
  Eine gekürzte Fassung in polnischer Sprache (ohne Bibliographie, nur 1 Abbildung)) wurde im Herbst 2001 in Katowice publiziert.
  • Konrad Schuberth:
    "Paul Assmann - badacz budowy geologicznej Górnego Slaska"
    Przyroda Górnego Slaska (Die Natur Oberschlesiens), Nr. 25 (Herbst 2001), S. 14-15

    (mit 1 Abb.; ISSN 1425-4700).
    (download als pdf: 91 kB)
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Ehrensymposium 2007

Am 8. November 2007 fand an der Technischen Universität Berlin ein Ehrensymposium für Paul Assmann statt. Anlass waren sein 40. Todestag sowie das 50jährige Jubiläum der Herausgabe seines Werkes "Der geologische Aufbau der Gegend von Berlin".

Ca. 60 Teilnehmer bezeugten das große Interesse, das Leben und Werk Assmanns noch heute entgegengebracht wird.

Die Vortragsthemen erstreckten sich von der Biographie des Geologen und dessen Spuren in den Sammlungen der BGR über aktuelle Forschungen im oberschlesischen Muschelkalk bis hin zur Vorstellung neuester geologischer und hydrogeologischer Karten in der Region Berlin-Brandenburg.

Veranstalter waren der Verein "Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V.", das Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Berlin sowie der Bereich Geologie und Grundwassermanagement beim Berliner Senat.

(download Programm Ehrensymposium, pdf: 9 kB)

(download Bericht von A. Zech über Ehrensymposium in Geowissenschaftliche Mitteilungen GMIT, Nr. 31, März 2008, pdf: 296 kb)

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Hinweise werden von mir jederzeit dankbar entgegen genommen:
E-Mail-Adresse
schuberth@lagb.mw.sachsen-anhalt.de
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© K. Schuberth 2001-2010, Stand: 13. Juni 2010.